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Testbericht zum Samsung SGH-X830

Design/Verarbeitung:

8,4 x 3,0 x 1,9 Zentimeter – mit diesen außergewöhnlichen Maßen bringen die Koreaner einen MP3-Player auf dem Markt, mit dem auch telefonieren kann. Der kompakte Musikspezialist, der kaum größer ist als ein USB-Stick und nur doppelt so dick wie der iPod Shuffle, gibt es zudem in vier trendigen Farben wie Weiß oder Orange. In geöffnetem Zustand wirkt der kleine Entertainer filigran und gertenschlank. Geschlossen per 180 Grad drehbarer Oberschale („Swivel“-Technik) lässt es sich sogar bequem in einer handelsüblichen Zigarettenschachtel verstauen. Trotz der schmalbrüstigen Statur ist der kleine Asiat wie man es von Samsung gewohnt ist gut verarbeitet und sehr robust.

Ausstattung

Ganz auf Entertainment getrimmt bietet der schmale Koreaner einen satten Gigabyte internen Speicher für den mobilen Musikgenuss. Auf eine zusätzliche Speicherkartenerweiterung wurde hingegen aus Platzmangel verzichtet. Zur Übertragung der Dateien dient Bluetooth als mobiler Port. Per mit geliefertem USB-Kabel lässt sich der Speicher über den PC natürlich um einiges schneller füllen. Die integrierte 1,3 Megapixel-Kamera wirkt dagegen eher wie eine nette Spielerei. Die Handhabung ist ziemlich umständlich, da keine separate Taste als Auslöser definiert wurde. Hierfür dient lediglich der Jog-Dial, bei dessen Betätigung leider viel zu oft die eigenen Finger vor die Linse geraten. Leider wie gewohnt muss der Nutzer bei Fabrikaten des asiatischen Handymoguls auch hier auf Situationsprofile verzichten. Selbst bei einer Freisprecheinrichtung wurde gnadenlos der Rotstift angesetzt.

Handhabung

Reichlich ungewohnt ist die Bedienung per zweireihiger Tastatur. Ständiges Vertippen, speziell beim Verfassen von SMS-Nachrichten, machen Eingaben zum Geduldsspiel. Außerdem haben dicke Finger ein dickes Handicap bei der winzigen Tastatur, denn die Navigation spielt sich bei dem Zwerg auf engstem Raum ab. Dafür ist der Druckpunkt absolut präzise und punktgenau. Hauptsächlich findet die Bedienung glücklicherweise über den Jog-Dial statt, der nicht nur auf Druck, sondern auch auf Drehbewegung anspringt. Flott lässt sich damit durch das Menü navigieren, dass gerade einmal acht Optionen aufweist.

Ausdauer/Sprachqualität

Ein blecherner Klang durchzieht leider das komplette Gespräch und macht längere Telefonate zur nervenden Beschallung. Auch die Betriebsbereitschaft ist mit knappen vier Tagen kein Meilenstein der Handygeschichte. Wird zu dem noch der MP3-Player genutzt verkürzt sich das Durchhaltevermögen erheblich.

Fazit

Ohne Zweifel: Schick und überaus handlich ist das extravagante X830 auf alle Fälle. Design-Fans müssen allerdings große Mängel im Bereich Handhabung und Ausstattung in Kauf nehmen, so dass sich dieser Exot eher als Zweithandy für Nicht-Simser eignet – oder als teuren MP3-Player-Ersatz.

tarifecheck.de / UR

Stand 10.10.2008
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