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Testbericht zum Nokia E70

Design/Verarbeitung:

Nokia hat mit dem „Smartphone-Light“ 6800 bereits vor vier Jahren das erste Mobiltelefon mit der cleveren QWERTZ-Falttastatur kreiert. In der noblen E-Klasse erreicht dieses Design-Konzept nun ein neues Leistungsniveau. Am grundsätzlichen Konzept hat sich gegenüber dem Urahn nichts verändert. Das typische Riegelformat und die silberne Außenhaut lassen es wie ein etwas zu groß geratenes Handy erscheinen. Einmal aufgeklappt, tritt die bekannte, zweigeteilte Vollwerttastatur zu Tage und die Displayansicht dreht sich wie gewohnt um 90 Grad. Dieser Klappmechanismus ist ebenso wie der Rest der Kommunikationszentrale hochwertig verarbeitet. Leider knarzt wie bei vielen anderen Telefonen aber der Akkudeckel.

Ausstattung

Die E-Serie von Nokia ist erwartungsgemäß konsequent auf Business ausgerichtet und dennoch ist das E70 ein kleiner Revoluzzer, bringt es doch eine 2 Megapixel-Kamera mit, die nicht in allen Unternehmen gern gesehen ist. Die vielfältigen Verbindungsmöglichkeiten sichern den Transfer der Bilder oder Videos in die ganze Welt. Wahlweise per Bluetooth oder Infrarot wandern die Daten zu anderen elektronischen Gadgets. Per W-LAN oder UMTS kann man die Schnappschüsse aber auch gleich ins Online-Fotoalbum laden. Klar, dass der E-Mail-Client obendrein Anhänge empfangen und versenden kann. Zudem lässt sich serienmäßig auch die komplette Microsoft Office-Klaviatur auf dem E70 bearbeiten. Speicherplatz satt ist garantiert: Neben den für die E-Serie standardmäßigen 65 MB intern, kann beliebig per MiniSD aufgestockt werden. Für allerhand Kurzweil sorgt hingegen der MP3-Player, der im Übrigen identisch im Nokia N91 verbaut wird. Das TFT-Display mit 16,7 Mio. Farben und der hohen Auflösung lässt sogar ein Großteil der N-Series Modelle und das Schwestermodell E61 blass aussehen. Unter dem Strich gibt es somit keine relevante Ausstattunglücke.

Handhabung

Hier spielt die Falttastatur ihre ganze Stärke aus. Im aufgeklappten Zustand fliegen die Finger förmlich über die Tasten. Die Quer-Darstellung erlaubt professionelles Arbeiten an Excel-Tabellen oder Worddokumenten. Sogar an die rote und grüne Hörertaste haben die finnischen Ingenieure gedacht, damit auch im offenen Modus telefoniert werden kann. Perfektion pur bietet der Joystick. Im Gegensatz zum E60 bzw. E61 arbeitet er butterweich und reagiert dennoch zuverlässig. Bekannt gut und voll personalisierbar ist die gelungene Series60-Menüführung in der dritten Ausgabe. Bei Bedarf lässt sich wie gewohnt auch Zusatzsoftware aufspielen, so dass Besitzer sich individuelle Wünsche erfüllen können.

Ausdauer/Sprachqualität

Die Rufbereitschaft pendelt sich immerhin bei knapp fünf Tagen ein, wobei Intensivnutzer allerdings jeden zweiten Tag nachladen müssen. Die Sprachqualität hingegen ist auf Topniveau und macht wieder einmal deutlich, dass Telefonieren eben doch eine der Hauptaufgaben eines Handys sein soll.

Fazit

Trotz kleinerer Fehler in der Software und der eher mäßigen Akkuleistung ist Nokia mit dem E70 ein exzellentes Smartphone gelungen, da es eine exzellente Leistung und große Einsatzvielfalt auf engsten Raum bietet.

tarifecheck.de / UR

Stand 08.08.2007
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