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Testbericht zum Samsung Star 3 (S5220)

Design/Verarbeitung:

Das Star steht bei Samsung für das untere Preissegment. Der Test klärt, inwieweit Kompromisse eingegangen werden mussten. Dass man in dieser Preisklasse nichts Exklusives erwarten kann, ist klar. Zwar ist das Star 3 ein reiner Plastikbomber, doch bei der Verarbeitungsqualität ließen die Macher wenig anbrennen. Einziger Schwachpunkt: Das Display reagiert sensibel auf Druck auf die Plastikscheibe in Form von schwarzen Stellen. Das Display selbst bietet nur eine Auflösung von 240 x 320 Pixel, was aber angesichts der geringen Größe preislich angemessen ist. Insgesamt eine optisch solide Vorstellung, ohne aber mit dem gewissen Pepp.

Ausstattung

Der niedrige Preis lässt es schon vermuten: Im UMTS-Frequenzband herrscht hier Funkstille. Unterwegs ist somit EDGE die schnellste Verbindung. Für den Internet-Einsatz ist das Star 3 somit nicht gerade prädestiniert. Dafür steht stationär aber W-LAN-n zur Verfügung. Auch im Multimedia-Bereich ist nur Schmalkost angesagt. Die Kamera bietet 3,2 Megapixel, Video-Aufzeichnung sind nur mit mageren 176 x 144 Pixel möglich und Features wie kein Autofokus, Fotoleuchte oder Frontkamera gibt es nicht. Wer viel Musik archivieren möchte, muss zudem in eine Speicherkarte investieren, denn die internen rund 37 MB sind schnell aufgebraucht. Der Komfort beschränkt sich somit auf Kommunikation, in Form von Clients für soziale Netzwerkdiente (Facebook, Twitter, Samsung ChatOn), Instant-Messanger, E-Mail-Client, Client für Samsung App Store sowie alle wichtigen Organizer-Funktionen. Viel mehr ist in der Unter-100-Euro-Region offensichtlich nicht drin, wenn man auf ein Touchscreen nicht verzichten möchte.

Handhabung

Kein Android, kein bada; stattdessen steht ein proprietäres Betriebssystem plus Samsungs Nutzeroberfläche TouchWiz Lite zur Verfügung. Im Zusammenspiel mit ein paar Befehlstasten erschließt sich die Handhabung zwar sofort, doch durch das nicht sonderlich flott reagierende und kleine Display passt die Floskel „geht locker von der Hand“ nicht wirklich. Zudem macht Surfen im Internet überhaupt keine Laune. Das liegt zum einen am kleinen Display, zum anderen am langsamen Seitenaufbau. Überdies fehlt die Multitouch-Unterstützung, denn das Zoomen von Webseiten oder etwa Fotos mittels Zwei-Finger-Geste versteht sich das Star 3 nicht.

Ausdauer/Sprachqualität

Angaben zur Performance gibt es leider keine, doch für größere Multimedia-Aufgaben ist das Star 3 ohnehin nicht ausgelegt. Mobiltelefone ohne UMTS-Netz funken in der Regel langlebiger am Stück, und das Star 3 bildet da auch keine Ausnahme. Wenn man moderat telefoniert ist eine Nonstop-Nutzung von einer Woche plus X kein Problem. Quasseln mit dem Koreaner ist ebenfalls problemlos möglich. Zwar mangelt es wie so vielen Handys an Natürlichkeit, doch immerhin ist die Lautstärke ausreichend laut.

Fazit

Das mittlerweile dritte Star-Modell scheint weltweit offensichtlich seine Käufer zu haben. Allerdings bietet es im Vergleich zum Vorgänger kaum etwas Neues und die Einschränkungen im Bereich Ausstattung, Display und Performance sind im Alltag deutlich spürbar. Es ist somit wohl sinnvoller tiefer in Tasche zu greifen, denn bereits für 100 Euro mehr gibt es deutlich bessere Smartphones.

tarifecheck.de / UR

Stand 19.07.2012
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