Mobiltelefone im Metall-Look sind derzeit ziemlich angesagt. Dieser Slider sollte sich somit optisch groÃer Beliebtheit erfreuen. Das Schöne beim L870 ist, dass die Oberschale nicht nur metallisch aussieht, der Koreaner besteht tatsächlich auch zum GroÃteil aus gebürstetem Aluminium. Dadurch mutet das L870 nicht nur äuÃerst edel an, der Slider ist so auch ungemein hochwertig verarbeitet.
Das Ausstattungsprogramm des S60-Handys überzeugt durch einen breit aufgestellten Komfort, das alle relevanten Bereiche abdeckt. Wahre Highlights fehlen allerdings. So ist der Slider für GPS-Navigation nur vorbereitet. W-LAN fehlt zudem und die Ãbertragungsrate bei HSDPA endet bereits bei 3,6 Mbit/s. Die 3-Megapixel-Kamera löst ebenfalls keine Begeisterungsstürme aus, da die Fotolicht-Unterstützung fehlt. Bereits in geschlossenen Räumen sehen Fotos daher verrauscht aus. Dennoch: Für rund 279 Euro geht die Ausstattung mehr als in Ordnung.
Keine Tastenexperimente: Sämtliche Drücker des L870 sind klar gegliedert, ausreichend groà und weisen einen markanten Druckpunkt auf. Dass der Bedienungsfluss flutscht, liegt auch an Nokias S60-Betriebssystem, das in nahezu allen Bereichen sehr durchdacht ist.
Im technischen Bereich leistet sich der Koreaner leider eine groÃe Schwäche. Bei Telefonaten klingt der Gesprächspartner in der Regel blechernd, verzerrt und teilweise auch zu leise. Die Qualität ist so bescheiden, dass man nicht gerade motiviert ist, eine längere Zeit zu telefonieren. Weitaus besser ist es um die Rufbereitschaft bestellt, denn die liegt bei standesgemäÃen fünf vollen Tagen.
Wenn das Verständigungsproblem nicht wäre, müsste man Samsung für das L870 ein groÃes Lob aussprechen, denn solch einen schicken Metall-Slider bietet derzeit kein anderer Hersteller zu diesem Preis.
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