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Testbericht zum Asus P527

Design/Verarbeitung:

Auf der Überholspur? Asus legt der Business-Fraktion ein weiteres GPS-Smartphone vor. Auffällig am P527 ist dabei seine typische Handytastatur, die links und rechts um jeweils eine vertikale Reihe von Funktionstasten ergänzt wird. Durch die Verwendung einer Handytastatur erreichen die Asus-Ingenieure eine handfreundliche Gerätebreite. Die vergleichsweise geringen Maße, abgerundete Kanten an der Unterseite sowie das Verwenden von angenehmen Materialien wird das P527 zu einem echten Handschmeichler. Der für die Unterseite verwendete Kunststoff jedoch knarrt bisweilen, wenn das Gerät einmal richtig angepackt wird. Ansonsten zeichnet sich auch dieses Gerät, wie bei Asus üblich, durch eine makellose Verarbeitung aus.

Ausstattung

Auch bei der Ausstattung hält Asus Kurs: Einerseits packen die Taiwanesen wie schon beim Vorgänger P526 das Gerät randvoll mit Hard- und Software – sogar ein UWK-Radio haben sie dem P527 spendiert. Andererseits hat Asus erneut den Rotstift an Stellen angesetzt, an denen sich gerade die besonders umworbenen Geschäftskunden verwundert die Augenreiben werden. So haben die Taiwanesen zum Beispiel erneut einen veralteten, langsamen 200 Megahertz-Prozessor eingesetzt. W-LAN, das beim Vorgänger fehlte, wurde beim P527 zwar an Bord genommen – doch quasi im Gegenzug wurde UMTS entfernt! Ein weiterer Schwachpunkt des PDA-Phones ist sein Display, welches extrem stark spiegelt. Im Freien reflektiert die Oberfläche des Touchscreen so sehr, dass Schnappschüsse mit der 2-Megapixelkamera im Blindflug erledigt werden müssen. Im Innenraum des Autos wiederum zeigt das Display gestochen scharf die Grafiken der mitgelieferten Navigationssoftware Destinator 7 an. Erfreulich: Im Unterschied zu früheren Tests funktionierte dieses Programm sehr zuverlässig und ließ sich auch durch Baustellen oder gesperrte Straßen nicht aus dem Konzept bringen. Asus hat darüber hinaus für den P527 wieder ein umfangreiches Softwarepaket mit Office, Zip-Programm, Fernsteuerung für Beamer sowie Visitenkartenleser geschnürt. Zusätzlich gibt es jetzt Programme, welche die Möglichkeiten der Satellitennavigation ausnutzen, etwa um Fotos mit GPS-Koordinaten zu markieren um auf diese Weise Freunde über die Reiseroute zu informieren.

Handhabung

Das P527 lässt sich wahlweise über den Touchscreen oder per Tasten bedienen. Der Touchscreen könnte ein bisschen empfindlicher reagieren – an der Tastatur dagegen gibt es kaum etwas auszusetzen. Die Tasten sind so groß und liegen so weit auseinander, dass auch große Finger treffsicher ihr Ziel finden. Allerdings erfordert es einen Kraftaufwand, sie zu drücken. Mit dem Jog-Dial ist im Prinzip zwar die Bedienung mit einer Hand möglich. Aber auch hier sind die Tasten schwergängig, sodass nur wenige Nutzer dieses Feature regelmäßig nutzen werden.

Ausdauer/Sprachqualität

Einen gemischten Eindruck hinterließ der Stromverbrauch. Bei normalem Gebrauch, wenn also überwiegend telefoniert und gesimst wird, hält eine Ladung für drei bis vier Tage. Bei starker Beanspruchung, geht der Akku aber bereits nach dem ersten Tag in die Knie. Telefonieren kann man mit demP527 übrigens auch – und das ist eine der Stärken des Geräts: Sogar im sonst eher schwächeren E-Netz bietet dieses Smartphone eine gute Sprachqualität ohne jegliche Nebengeräusche.

Fazit

Es ist schon interessant mit anzusehen, wie Asus’ Smartphones sich im Laufe der Produktzyklen weiter entwickeln. Abgesehen vom fehlenden UMTS kann man dem P527 im punkto Komfort nur wenig ankreiden. Die antiquierte CPU verhindert allerdings ein flottes Arbeiten, so dass die Konkurrenz immer noch die Nase vorn hat.

tarifecheck.de / UR

Stand 02.09.2008
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