hypkin hat geschrieben:ihr "vieltelefonierer" kostets den betreiber jedes monat mehr geld als ihr zahlts. ziemlich unverschämt sich in so einem fall aufzuregen in meinen augen.
Wie kommst du auf die Idee, dass Vieltelefonierer den Betreiber mehr Geld kosten, als sie zahlen?
Das mag in bestimmten Vieltelefoniererfällen stimmen, aber das trifft nicht automatisch auf jeden Vieltelefonierer zu.
Wenn du von 1.000-Minutentarifen um 25€ ausgehst und der Kunde angenommen genau die 1.000 inkludierten Minuten vertelefoniert, ist immer noch genug Spiel für den Provider:
Die 1.000 Minuten sind niemals echte 1.000 Minuten, da durch die Taktung wohl zumindest 5% wegfallen. Bleiben also noch 950 "echte" Minuten. Diese werden u.U. teils ins eigene Netz (keine wirklichen Kosten für den Betreiber), teils ins Festnetz (niedrige Terminierungsentgelte) und dann womöglich großteils in Fremdnetze telefoniert. Gehen wir von 150 Minuten intern, 150 Minuten ins Festnetz und 650 Minuten in Fremdnetze aus.
Die Terminierung in die Mobilnetze kostet 5,72 Cent, die ins Festnetz ist tageszeitabhängig - gehen wir von durchschnittlich 1,50 Cent für das Festnetz aus.
In Summe kommen wir auf:
650*5,72 Cent + 150*1,50 Cent = 39,43€.
Bei 25€ Grundgebühr bleiben vorerst 14,43€ Verlust für den Betreiber.
Möglicherweise nutzt der Kunde noch irgendwelche anderen Services wie Internet etc. oder hat irgendein Paket aktiviert. Gelegentliches Roaming spült auch wieder Geld rein.
Und sehr wichtig sind die Passivgespräche. Wenn der selbe Kunde nur 300 Minuten passiv telefoniert, ist der Betreiber auch ohne irgendwelche anderen Services, die der Kunde nutzt wieder im Plus.
Wenn du jetzt bedenkst, dass sicher eine Vielzahl der Kunden nicht ganz genau ihre 1.000 Minuten aufbraucht, sondern weniger oder mehr (wofür man für die überzogenen Minuten wieder zahlen muss), geht die Rechnung im Vieltelefoniererschnitt noch deutlicher zugunsten der Betreiber auf.