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Testbericht zum Samsung Ch@t 335

Design/Verarbeitung:

Samsung baut ein weiteres günstiges Mobiltelefon mit Volltastatur. Schon Interessant: Immer wenn eine Qwertz-Tastatur verwendet wird, geht das Display automatisch in die Breite. So ist es schon beim BlackBerry, und so wurde auch diese Oberschale gestaltet. Zumindest auf dem ersten Blick ist die Verwechslungsgefahr mit einem Smartphone aus dem Hause RIM daher groß. Doch spätestens, wenn man das Ch@t 355 in die Hand nimmt, wird deutlich, dass man sich preislich ein paar Etagen tiefer bewegt, denn der dünne Akkudeckel zeigt, dass gespart wurde. Davon abgesehen ist die Verarbeitungsqualität aber präzise gelungen. Gespart wurde auch beim Display, das zur Abwechslung einmal nicht auf Berührungen reagiert- jedenfalls nicht in Form von Eingaben. Denn sobald man mit mehr Druck auf die Plastikschicht drückt, entstehen unschöne Druckstellen. Die Auflösung von 240 x 400 Pixel ist zudem auch nicht mehr zeitgemäß.

Ausstattung

Ein Blick in das Inventar macht schnell klar, dass es den Smartphone-Ansprüche nicht 100% gerecht werden kann. Denn das Ch@t 335 funkt nicht im 3G-Netz, sodass der Nutzer für den schnellen Datentransport allein auf einen Hotspot angewiesen ist. Der ist dann auch nicht der schnellste, denn W-LAN-n wird nicht unterstützt. Dafür gibt es bei den sozialen Netzwerken das volle Programm, und auch der Microsoft Messenger ist vorinstalliert. Im Multimedia-Angebot gibt es zwar alle Standards, doch erwartungsgemäß werden in diesem Bereich nur kleine Brötchen gebacken. Die 2-Megapixel-Kamera ist beispielsweise reinste Spielerei. Da die internen 48 MB schnell aufgebraucht sein dürften, sollte zudem Geld für eine microSD-Karte dringend eingeplant sein, wobei maximal 8 GB möglich sind. GPS-Navigation ist ebenfalls nicht möglich.

Handhabung

Eine Qwertz-Tastatur ist auch in Zeiten von Touchscreens immer noch eine prima Sache, doch angesichts des geringen Platzes sind die Knöpfe entsprechend klein geraten. Zwar ist die Ergonomie durchaus clever gelungen, doch gerade Menschen größerer Bauart sind nicht in der Lage, schnell zu tippen. Das gleiche gilt auch für Rufnummern, denn die Zahlentasten sind genauso mickrig und in der Volltastatur integriert. Durchaus praktisch ist dafür das optische Trackpad, mit dem man sich gefühlvoll und schnell zugleich durch die Optionen klickt. Die hauseigene Menüführung mit einem übersichtlich strukturierten Startbildschirm und klar gegliederten Hauptmenü, geht recht schnell ins Blut über – was aber auch am eingeschränkten Komfortangebot liegt.

Ausdauer/Sprachqualität

Der ganz starke Auftritt hat das Ch@t 335 bei der Akkuleistung. Ohne größeres Multimedia/UMTS-Gepäck dauert es bereits eine Weile, bevor der Balken zumindest ein Abschnitt kürzer wird. Eine Rufbereitschaft von einer Woche plus X ist somit alles andere als utopisch. Im Gegenzug bekleckert sich der Koreaner bei der Verständigung nicht gerade mit Ruhm. Manchmal klingt der Gesprächspartner in Empfangsrichtung so dumpf, als läge ein Kissen auf dem Handy. Offensichtlich wurde auch an dieser Stelle der Rotstift angesetzt. Für längere Telefonate empfiehlt sich das Ch@t 335 somit nicht gerade.

Fazit

Winzige Tasten, Komfortlücken und eine mäßige Sprachqualität. Wer eine Volltastatur für wenig Geld haben möchte, muss einige Kompromisse eingehen. Es stellt sich ohnehin die Frage, ob die junge Zielgruppe noch auf den Touchscreen verzichten möchte.

tarifecheck.de / UR

Stand 18.10.2011
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