Interview Krammer

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r a g e
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Interview Krammer

Beitrag von r a g e » 05.12.2017, 11:38

STANDARD: Wie sahen Ihre Anfänge in der Mobilfunkbranche aus?
Krammer: Im Jahr 2002 habe ich mit Telering ein de facto wertloses Unternehmen übernommen. Vodafone hatte es kurz davor um zehn Euro an die US-amerikanische Western Wireless verkauft. Wir hatten ein negatives Ergebnis (vor Abschreibung) in Höhe von 130 Mio. Euro und viele Schulden.

https://www.derstandard.at/200006889884 ... nicht-Nein

Juli 2002: T-Mobile Autria-Manager Michael Krammer übernimmt die Marketing- und Vertriebsleitung bei Telering. Das Unternehmen steht kurz vor Erreichen der operativen Gewinnzone.

Februar 2003: Telering-Chef Hubertus Hofkirchner kündigt an, dass Telering künftig als Mobilfunk-Diskonter wachsen will. Er sprach von einem "Hofer des Mobilfunks". Die Kundenzahl stieg 2002 auf 515.000, davon 342.000 im Mobilfunk.

Mai 2003: Der Mobilfunker erreicht erstmals im Quartal ein positives Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibung (Ebitda).

Jänner 2004: Hofkirchner geht, Krammer übernimmt die Führung von Telering.

Telering EBITDA (Mio. Euro) 2002 : -23,9 ; 2003 : + 28,2

A1-Chef Boris Nemsic im Gespräch mit dem STANDARD - 15. September 2005
(Übernahme von Telering durch T-Mobile)
Nemsic: Telering hat zweifelsohne günstige Preise gemacht. Aber man muss auch einmal wirtschaftlich betrachten, wie es dazu kam, nämlich durch eine Art Geschenkannahme der 1,8 Mrd. Schilling teuren Infrastruktur (nachdem Mannesmann durch Vodafone übernommen wurde, Anm.), die schuldenfrei übernommen wurde, samt 80 Mio. Cash und 250 Mio. an Kreditlinie. Durch diese Häufung von "Geschenken" konnte das Unternehmen dies in Form günstiger Preise an seine Kunden weitergeben.

Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, wo die Assets aufgebraucht waren – weil keine Investitionen in die Erhaltung der Struktur und in Kundenbindung getätigt wurden. Statt zu investieren, wurde verkauft – womit ich nicht die gute, aggressive Marketingarbeit schmälern will.

mfg

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