SPUSU - Bescheid der TKK

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r a g e
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SPUSU - Bescheid der TKK

Beitrag von r a g e » 11.11.2016, 08:25

Mit Bescheid vom 10.10.2016 hat die Telekom-Control-Kommission den Antrag der Mass Response Service GmbH gemäß Art 6c Abs 2 Roaming-VO auf Erhebung eines Aufschlages zum inländischen Endkundenpreis, um die Tragfähigkeit des inländischen Endkundenmodelles sicherzustellen („Sustainability clause“), mangels noch nicht in Kraft getretener Rechtsgrundlage, zurückgewiesen.

Ab (voraussichtlich) 15.6.2017 soll der Betreiber innerhalb einer Fair Use Policy nur den inländischen Endkundenpreis für Roaming verrechnen dürfen. Nur bei Vorliegen bestimmter und außergewöhnlicher Umstände kann der Roaminganbieter einen Antrag auf Genehmigung der Erhebung eines Aufschlages innerhalb dieser Fair Use Policy stellen (Art 6c Roaming-VO).

Da Art 6c Roaming-VO erst mit frühestens 15.6.2017 – zeitgleich mit den Regelungen zur Fair Use Policy – in Kraft tritt, war dieser Antrag zurückzuweisen.

https://www.rtr.at/de/tk/Bescheid_S20_16_20161021

mfg

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Nachteule
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Re: SPUSU - Bescheid der TKK

Beitrag von Nachteule » 13.11.2016, 13:37

Was wird das konkret bedeuten?
Dass spusu pleite geht? Das täte mir sehr leid.

Azby
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Re: SPUSU - Bescheid der TKK

Beitrag von Azby » 13.11.2016, 15:20

Nachteule hat geschrieben:Was wird das konkret bedeuten?
Dass spusu pleite geht? Das täte mir sehr leid.
Das bedeutet gar nichts. Die TKK hat den Antrag aus formellen Gründen zurückgewiesen (sinngemäß: Die neue Roaming-VO ist noch nicht in Kraft, deshalb kann man noch keinen Antrag stellen). Inhaltlich hat die TKK nicht entschieden.
Die TKK geht davon aus, dass der Antrag erst gestellt werden kann, wenn die neuen Bestimmungen in Kraft getreten sind. Das ist natürlich im Hinblick auf die Dauer des Verfahrens bedenklich, weil sich so ein Verfahren (besonders wenn eine Beschwerde ans Verwaltungsgericht und allenfalls Revision an den VwGH erhoben wird) lange ziehen kann und in der ersten Zeit (solange die VO bereits in Kraft, das Verfahren aber noch nicht abgeschlossen ist) somit kein Aufschlag verrechnet werden kann. Die Möglichkeit, einen Aufschlag zu verrechnen, wäre daher aus faktischen Gründen für zumindest einige Monate aus bürokratischen Gründen unterbunden.

Ich gehe davon aus, dass Mass Response Beschwerde ans BVwG erhebt.

Mal schauen, was rauskommt.

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Re: SPUSU - Bescheid der TKK

Beitrag von r a g e » 05.10.2017, 14:37

https://www.rtr.at/de/tk/S30_17_Beschei ... sponse.pdf

Unter 2. Festgestellter Sachverhalt (Seite 2) sieht man was im Mobilfunk "verdient" wird. mfg

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Re: SPUSU - Bescheid der TKK

Beitrag von Matula » 09.10.2017, 14:22

spusu schreibt auf ihrer Homepage:
In eigener Sache: spusu ist der Meinung, dass es allen Kunden möglich sein sollte, die gesamten, monatlich zur Verfügung stehenden Daten, innerhalb der EU ohne Mehrkosten zu nutzen. Die EU-Kommission hat dies zum Vorteil großer Mobilfunkkonzerne und zum Nachteil der Endverbraucher verhindert. Aufgrund der EU-Roamingverordnung sind wir gezwungen, Datendienste im Roaming zum Wucherpreis von 7,70 Euro (exklusive USt.) einzukaufen. Dadurch ist es uns leider unmöglich unseren Kunden das gesamte Datenvolumen innerhalb der EU zur Verfügung zu stellen.
Sie tun so, als würden sie alles gratis anbieten wollen, "dürfen" aber nicht. Gleichzeitig beantragen sie Aufschläge auf den Minutenpreis und SMS...

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Re: SPUSU - Bescheid der TKK

Beitrag von Nachteule » 11.10.2017, 10:52

Unverständlich finde ich die Stellungnahme von Spusu keineswegs.
Wenn die darin genannten Fakten so stimmen, ist die geschäftliche Entscheidung, nicht das volle Datenkontingent EU-weit nutzbar zu machen, nachvollziehbar.
Übrigens ist der zitierte Text in dieser Gestalt nicht mehr auf der spusu-Homepage...

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Re: SPUSU - Bescheid der TKK

Beitrag von r a g e » 11.10.2017, 11:48

Nachteule hat geschrieben:
11.10.2017, 10:52
Unverständlich finde ich die Stellungnahme von Spusu keineswegs.
Wenn die darin genannten Fakten so stimmen, ist die geschäftliche Entscheidung, nicht das volle Datenkontingent EU-weit nutzbar zu machen, nachvollziehbar.
Übrigens ist der zitierte Text in dieser Gestalt nicht mehr auf der spusu-Homepage...
Warum soll z.B. ein Mobilfunker in Griechenland sein Netz einen "MVNO" aus Österreich zu dessen "Inlandskosten" zur Verfügung stellen ? Zur Erinnerung : Hutchison hat sein Netz zu Konditionen geöffnet die unter den Betriebskosten liegen.

Was bringt die geschäftliche Entscheidung nicht das Mindest-Datenkontingent EU-weit nutzbar zu machen wenn sie nur für
neu aktivierte Tarife ab Oktober 2017 gültig ist ? "Altkunden" werden weiterhin Verluste mit Roaming verursachen und
mögliche Neukunden werden sich gut überlegen ob sie zu Spusu wechseln.

Übrigens ist der zitierte Text in dieser Gestalt noch immer auf der spusu-Homepage...
https://www.spusu.at/roaming

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Re: SPUSU - Bescheid der TKK

Beitrag von Nachteule » 14.10.2017, 13:20

Verstehe ich tlw. nicht.
Was ist an spusu auszusetzen? Habe erst heute ein Upgrade meines Tarifs aus spusu 9000 durchgeführt. Das soll mal ein anderer Betreiber nachmachen...

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