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Automatische Sperren der Mobilfunkanbieter bei hohem Umsatz!

Verfasst: 17.08.2008, 20:55
von Mr.Dailer
hier ein Intersanter Bericht!

http://futurezone.orf.at/produkte/stories/299777/

würde das stimmen,wundert es mich bei One,das im letzen Jahr,einen Fall in Deutschland gab,wo eine Frau eine 4000€ Rechnung wegen deutschem Datenroaming bekommen hat,ist diese Regelung neu?

Toller witz,mit dem Bob erlagschein :D

wiso sind die nicht im Stande,in den Partnernetzen von der Karte abzubuchen geht ja bei A1 auch.!(Befree=)

Verfasst: 17.08.2008, 21:16
von eigs
Ich währe dafür, dass man in gewissen Schritten (Betrag selbst auswählbar) per SMS über die Kosten benachrichtigt wird und man es danach per SMS wieder freischalten kann.
Und noch ein zweites höheres Limit bei dem man beim Provider anrufen muss und es mit seinem Kundenkennwort wieder freischalten kann.

mfg eigs

Re: Automatische Sperren der Mobilfunkanbieter bei hohem Ums

Verfasst: 17.08.2008, 23:14
von brus
Mr.Dailer hat geschrieben:hier ein Intersanter Bericht!
http://futurezone.orf.at/produkte/stories/299777/
Da werde ich im Urlaub, falls ich mit bob und nicht mit meiner GlobalSim telefoniere, sicher bald gesperrt, bei meinem Umsatz von ca 5 Euros.
siehe Zitat.
"Bei A1 wird das Limit erreicht, wenn der Kunde "mehr als das Doppelte der durchschnittlichen Höhe der bisherigen Verbindungsentgelte" vertelefoniert."

Verfasst: 17.08.2008, 23:50
von Stefan
Da wir ja schon viel früher über solche Vorgehensweisen diskutiert haben und somit im Forum auch schon klar war, dass es solche "Schutzsperren" gibt, zäume ich das Pferd immer von hinten auf:
Bevor ich ins Ausland fahre, wo höhere Kosten entstehen könnten (obwohl ich tunlichst darafu achte, dass es nicht so ist), gebe ich das beim Betreiber an der Hotline bekannt.

Aber wie schon im Bericht erwähnt, kommt es auch auf den Kunden an: Bislang wurde mir an der Hotline gesagt, dass bei uns unter € 300,- "sicher nicht" gesperrt würde.

Grüße
Stefan

Verfasst: 18.08.2008, 00:01
von Mr.Dailer
und wie kann es dann pasieren das Horrorrechnungen von mehren tausend € ins Haus flatern,entweder gibts fixe Regelungen oder nicht ich komm auf jedenfall nicht mehr mit wer jetz was wie Handhabt!
wiso kann Bob das Guthaben nicht von der Wertkarte im Partnernetz abbuchen das geht noch bei Befree inerhalb Europas in den Partnernetzen ohne Probleme!

Verfasst: 18.08.2008, 00:51
von Stefan
Mr.Dailer hat geschrieben:entweder gibts fixe Regelungen oder nicht ich komm auf jedenfall nicht mehr mit wer jetz was wie Handhabt!
Also nochmal: Im Roaming werden Rechnungen erst verspätet übermittelt - beim Telefonieren hast du pro Minute Kosten von vielleicht € 1,- wohingegen 1 Minute Download bei 1 MBit Kosten von rund € 150,- verursachen können. Und binnen 1 Minute wird die Info nicht zum heimischen Betreiber weitergeleitet.
wiso kann Bob das Guthaben nicht von der Wertkarte im Partnernetz abbuchen
Wahrscheinlich hat es sich nicht um die Wertkarte sondern um die Vertrags-Variante gehandelt.

Grüße
Stefan

Verfasst: 18.08.2008, 09:53
von klohn82
Mr.Dailer hat geschrieben:und wie kann es dann pasieren das Horrorrechnungen von mehren tausend € ins Haus flatern,entweder gibts fixe Regelungen oder nicht ich komm auf jedenfall nicht mehr mit wer jetz was wie Handhabt
Die Betreiber sind ja nicht verpflichtet, einen Anschluss zu sperren, sondern sehen das als Service. Und man liest ja aus dem Artikel raus, dass Vorgaben hin oder her, immer nach der speziellen Situation entschieden wird.

Vielleicht heißt es dann, "na schau ma uns das noch ein bisschen an" und dann vergisst man in der Zentrale auch schon wieder drauf und zack! Hohe Rechnung am Monatsende. Das ist jetzt natürlich reine Spekulation ^^.

Verfasst: 26.08.2008, 08:15
von Azby
hypkin hat geschrieben:da sperr ich lieber automatisch bei 250 anstatt dann meine 1800 gar nie zu bekommen.
So ist es.
Damit schlägt der Betreiber zwei Fliegen auf einmal. Er minimiert das Risiko, dass der Kunde nicht zahlen kann und kann außerdem behaupten, dass er den Kunden vor Horrorrechnungen bewahrt.
Aber natürlich kann das für den Kunden auch ungünstig werden. Ich kenne Leute, die mit dem Handy drei Wochen auf Urlaub fahren und telefonieren, als wären sie daheim - Gespräche von einer halben Stunde aktiv zu Verwandten, die ohne weiters zurückrufen könnten (um 0 Cent!), sind da mitunter an der Tagesordnung. Da wird halt einfach gezahlt. Und wenn's dann nicht mehr geht, weil der Betreiber dem einen Riegel vorschiebt, "um den Kunden zu schützen", hagelt's natürlich Beschwerden, was das soll, denn man will ja Service haben. Das ist natürlich auch verständlich. Wenn jemand sich absolut im Klaren darüber ist, dass das Gespräch fast 60 Cent pro Minute kostet und bereit ist, dafür zu zahlen - und wenn die Rechnung am Monatsende 500€ ausmacht, ist es klar, dass sich derjenige darüber aufregt, wenn's nicht mehr funktioniert. Allerdings gibt's wahrscheinlich auch genügend Fälle, in denen Kunden vor deutlich höheren Rechnungen bewahrt wurden.
Aber es ist natürlich klar: Woher soll der Mitarbeiter eines Betreibers wissen, ob der Kunde die Telefonate jetzt absichtlich geführt hat, in vollem Bewusstsein über die Kosten und darüber, dass er das auch zahlen kann, oder ob er telefoniert hat und sich gedacht hat "Hey, jetzt gibt's EU-Roaming. Da telefonier' ich eh um den selben Preis wie daheim...".

Wenn man von Anfang an vor hat, viel im Roaming zu telefonieren, macht es Sinn, wie Stefan geschrieben hat, das vorher beim Betreiber anzumelden, damit die das notieren. Ein Sachbearbeiter kann den Eintrag lesen und weiß, dass er nicht gleich sperren muss, sondern erst, wenn's wirklich extrem wird. Ein ungefähres Limit wird man dann sicher telefonisch eintragen lassen können.

Verfasst: 26.08.2008, 09:47
von Boy2006
dass das Gespräch fast 60 Cent pro Minute kostet
(Noch) Im EU Roming von mit A1, One, T-Mobile, Telering,... :lol: :lol: :lol:

(Ich weis es sind rund 60 Cent).

Verfasst: 26.08.2008, 10:33
von Azby
Stimmt schon. Es sind keine 60 Cent und jetzt wird's wieder ein paar Cent günstiger. Aber auch wenn es nur 40 Cent kosten würde, wär's immer noch genügend Geld, dass man sich doch über die ein oder andere Minute Telefonieren Gedanken machen kann. Ich sag ja nicht, dass man im Roaming nicht telefonieren soll, und es muss sowieso jeder für sich selbst entscheiden, aber als Privatperson muss man ja nicht für jede Kleinigkeit sofort zum Handy greifen und alles detailiert den Bekannten daheim erzählen. Und dann kommt's auch gar nicht dazu, dass ein Betreiber den Anschluss vorübergehend für Roaming sperrt, weil die Rechnung schon bei 300€ ist.

Verfasst: 27.08.2008, 00:46
von Stefan
Ich denke, das Problem an der ganzen Sache ist: Vielen Leuten ist es wahrscheinlich (doch) nicht bewusst, wie schnell "horrende" Summen entstehen. Aber wenn dann (zum Glück des Kunden) gesperrt wird, dann befindet sich der Kunde (wie in dem Artikel beschrieben) eben gerade im Ausland und möchte das eine oder andere "wichtige" Telefonat doch noch führen können - somit sollte zumindest die Sperre unbürokratisch aufgehoben werden können.
Ein aufgeklärter Kunde macht es so wie ich und für "unaufgeklärte" Kunden ist es eine blöde Situation [Anm.: Im Ausland gesperrt zu werden, ohne damit zu rechnen, obwohl man es zahlen würde/könnte].

Aber ihr habt schon recht, ich sehe es auch so, in erster Linie ist es (Inkasso)Schutz für den Betreiber und weniger die "Dienstleistung" am Kunden...

Grüße
Stefan

Verfasst: 20.11.2008, 23:37
von Azby
hypkin hat geschrieben:aus netzbetreiber sicht is sicher auch noch ein faktor dass die romaing gebühren ja verspätet ankommen. oder zb bei manchen betreibern nur voice zuerst data später. wenn ich jetzt von einem meiner kunden von nem ausländischen netzbetreiber plötzlich ne verrechnung von 500€ krieg, und ich mir ausrechnen kann dass es sich dabei um die gebühren von vor 3 tagen handelt dann sperr ich auch lieber mal zu bevor ich auf meinem geld sitzen bleib, bzw verlang mal den offenen teilbetrag gezahlt einfach als sicherheit
Genau. Daher macht es natürlich Sinn, wie Stefan geschrieben hat, dass man Roaming beim Betreiber ankündigt, wenn man vor hat, höhere Summen zu "verroamen". Sofern die Bonität des Kunden passt (damit hätten wir eine Brücke zum Nachbarthema geschlagen :D), wird der Betreiber dann nichts dagegen haben, dass man mal 1.000€ durch Roaming umsetzt. Denn bei ausreichender Bonität kann der Betreiber ja auch davon ausgehen, dass er auf seinem Geld nicht sitzen bleibt.

Verfasst: 21.11.2008, 00:12
von Stefan
hypkin hat geschrieben:wenn ich jetzt von einem meiner kunden von nem ausländischen netzbetreiber plötzlich ne verrechnung von 500€ krieg, und ich mir ausrechnen kann dass es sich dabei um die gebühren von vor 3 tagen handelt dann sperr ich auch lieber mal
Prinzipiell wurde schon alles gesagt, aber konkret nochmal zu dieser Aussage: Das Unternehmertum bedeutet Risiko, ansonsten wären doch Phantasie-Gehälter nicht gerechtfertigt, oder?
Durch dieses "Rosinen heraus piken" (= Kunden sofort und bürokratisch "einschränken") haben die Betreiber viele zahlende Kunden verloren. Unser Beispiel: Früher waren 0800er-Nummer (speziell für CallingCards) im Roaming noch kostenlos. Ergebnis: Betreiber hat zwar kaum noch Geld mit Aktiv-Telefonaten verdient, aber dafür ein wirklich gutes Geschäft mit den Passiv-Telefonaten gemacht. Jetzt sind wir komplett auf lokale/int. SIM-Karten umgestiegen und der Betreiber macht aufgrund unbedingter Rufumleitungen gar kein lukratives Roaming-Geschäft mehr.

Kein Risiko bedeutet in diesem Fall auch kein Geschäft - so einfach ist Wirtschaft.

Grüße
Stefan