hypkin hat geschrieben:da sperr ich lieber automatisch bei 250 anstatt dann meine 1800 gar nie zu bekommen.
So ist es.
Damit schlägt der Betreiber zwei Fliegen auf einmal. Er minimiert das Risiko, dass der Kunde nicht zahlen kann und kann außerdem behaupten, dass er den Kunden vor Horrorrechnungen bewahrt.
Aber natürlich kann das für den Kunden auch ungünstig werden. Ich kenne Leute, die mit dem Handy drei Wochen auf Urlaub fahren und telefonieren, als wären sie daheim - Gespräche von einer halben Stunde aktiv zu Verwandten, die ohne weiters zurückrufen könnten (um 0 Cent!), sind da mitunter an der Tagesordnung. Da wird halt einfach gezahlt. Und wenn's dann nicht mehr geht, weil der Betreiber dem einen Riegel vorschiebt, "um den Kunden zu schützen", hagelt's natürlich Beschwerden, was das soll, denn man will ja Service haben. Das ist natürlich auch verständlich. Wenn jemand sich absolut im Klaren darüber ist, dass das Gespräch fast 60 Cent pro Minute kostet und bereit ist, dafür zu zahlen - und wenn die Rechnung am Monatsende 500€ ausmacht, ist es klar, dass sich derjenige darüber aufregt, wenn's nicht mehr funktioniert. Allerdings gibt's wahrscheinlich auch genügend Fälle, in denen Kunden vor deutlich höheren Rechnungen bewahrt wurden.
Aber es ist natürlich klar: Woher soll der Mitarbeiter eines Betreibers wissen, ob der Kunde die Telefonate jetzt absichtlich geführt hat, in vollem Bewusstsein über die Kosten und darüber, dass er das auch zahlen kann, oder ob er telefoniert hat und sich gedacht hat "Hey, jetzt gibt's EU-Roaming. Da telefonier' ich eh um den selben Preis wie daheim...".
Wenn man von Anfang an vor hat, viel im Roaming zu telefonieren, macht es Sinn, wie Stefan geschrieben hat, das vorher beim Betreiber anzumelden, damit die das notieren. Ein Sachbearbeiter kann den Eintrag lesen und weiß, dass er nicht gleich sperren muss, sondern erst, wenn's wirklich extrem wird. Ein ungefähres Limit wird man dann sicher telefonisch eintragen lassen können.